Freakfotos mit Jenny und Daniel 1

Mein erstes Pärchenshooting

Heute morgen kam ich ins Buero und erblickte:

Hannes on Twitter

Womit hab ich so viel Dankbarkeit verdient? Damit:

Freakfotos mit Jenny und Daniel 3

Vorgeschichte

Ich hatte seit meinen bescheidenen Anfängen Angst davor, Menschen zu fotografieren. Die Natur bewegt sich (meist) nicht ruckartig und Häuser wollen auch nicht das Foto sehen und finden sich zu dick.

Menschen sind da was ganz anderes. Wenn sich jemand fotografieren lässt, hat er oder sie Erwartungen und ich als ungeuebter Fotograf stehe dann da, kämpfe noch halb mit der Technik und muss mich plötzlich um Posen, den richtigen Moment und das Wohlergehen meines Motives kuemmern.

Aber Menschen haben auch was tolles an sich. Jeder ist einzigartig und wenn man geduldig ist und ziemlich viel Glueck hat, wird man manchmal mit sehr kraftvollen, einzigartigen Bildern belohnt.

Da kam es mir also gerade recht, dass ein befreundetes Opfer-Pärchen auf der Suche nach Fotos fuer ihre Hochzeitseinladung war.

Zuerst wollte ich nicht (aus o.g. Gruenden), aber die Neugier hat gesiegt. Und wenn mans nie ausprobiert, wird man auch nie besser.

Wir drei sind also eines schönen Mittags nach einer durchzechten Nacht an einen See und haben ein paar schicke Fotos gemacht:

Sind gar nicht schlecht geworden, finde ich. Und das beste: Die beiden finden das auch! Was mich wieder zur Flasche Captain Morgan bringt. 🙂

Lessons Learned

Jetzt weiß ich, warum Porträtlinsen so teuer sind. Ein schneller Autofokus und scharfe Offenblende machen sich sehr sehr bezahlt. Leider habe ich in meinem Immerdrauf 17-50 beides nicht, also waren von den 680 Fotos doch einige unscharf.

Apropos 680 Fotos: Wenn man Menschen fotografiert, lohnt es sich, draufzuhalten. Normalerweise kann es bei mir auch mal 30 Sekunden dauern, bis ich auf den Auslöser druecke, weil ich vorher alle möglichen Variablen bestimmen und setzen will. Das geht bei Menschen nicht. Der Gesichtsausdruck ändert sich ständig. Ich bin also dazu ueber gegangen, die beiden grob posingmäßig anzuleiten und dann mehr oder weniger draufzuhalten.

Sowieso Posing: Es ist echt erstaunlich, wie sehr man sich manchmal verrenken muss, damit die Fotos gut aussehen. 🙂

Zum Glueck gibts die großartige Posing App, mit schönen Skizzen und ein paar grundlegenden Tipps. Fuer mich als Anfänger waren die Gold wert.

Uebrigens habe ich dann doch noch meine Gelegenheit bekommen, auch ein paar unbelebte Gegenstände abzulichten:

Ringfoto 2 Ringfoto 1

Fazit

An diesem Nachmittag habe ich extrem viel gelernt, hatte sehr viel Spaß und habe sogar ein bisschen Blut geleckt. Menschen gibts hier in Zukunft öfter. 😀

Danke auf jeden Fall an Daniel und Jenny, die geduldig mit mir waren und sowieso ein ganz bezauberndes Pärchen sind!

  • Spitze geworden 🙂

  • Daniel

    Sind wirklich tolle Fotos 🙂
    Das Muster für die Hochzeitseinladung ist schon unterwegs zu uns.
    Danke Hannes! 🙂

    (PS: Apropos Verrenkung s.u.)